Allgemeines zur Putzfassade

Eine Putzfassade ein ist im Grunde genommen eine dickere Farbe. Sie enthält Stoffe wie z.Bsp. Markomkies oder Sand, welche zur Stabilisierung der Putzmasse dient. Es gibt sowohl einen Innen- als auch einen Außenputz. Ein Putzmörtelbelag wird mehrlagig aufgetragen, je nach Dichte der Auftragung entstehen Putze mit unterschiedlichen Eigenschaften. Ein Putz im Aussenbereich besteht aus mehreren Schichten. Zuerst wird ein Unterputz aufgetragen. Der Unterputz ist die unterste Lage einer zwei bis mehrlagigen Mörtelschicht. Der Unterputz dient als Untergrund für den Oberputz. Der Oberputz ist die oberste Schicht einer mehrlagigen Mörtelschicht. Dieser dient hauptsächlich als Schutz vor Regen und als farbliche Gestaltung der Hausfassade.

Die Geschichte der Putzfassade

Der Putz - der Begriff wurde im 17. und 18. Jahrhundert aus dem Wort "putzen" gebildet. Das Wort "putzen" bedeutet ursprünglich "den Butzen entfernen" (Unreinigkeiten, Schmutzklümpchen). In mehreren Schritten kamen dann die Bedeuteutungen "Säubern und Reinigen" sowie "Verschönern und Schmücken" zum Vorschein. Der Begriff "Verputzen" bedeutet demnach "Reinigen und Verschönern".

Putzfassade am Fachwerkhaus 400 Jahre alt - Wangen 1940 renoviert Putzfassade am Fachwerkhaus 400 Jahre alt - Wangen 1940 renoviert
Putzfassade am Fachwerkhaus 400 Jahre alt - Wangen 1940 renoviert


Der Putz ist eine der häufigsten Wand- und Fassadengestaltungen. Er wird angewandt als Untergrund für nachfolgende Beschichtungen, Sanierungsmaßnahmen - vorallem in der Erhaltung von historischen Gebäuden - oder für die Gestaltung von Oberflächen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich - wobei hier der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind, es wird sowohl mit glatten als auch mit strukturierten oder farbigen Oberflächen gearbeitet. "Fassade" stammt von dem italienischen Wort "facciata" ab. Die Fassade eines Gebäudes ist sein Gesicht. Vorallem das Verputzen der Fassade mit den gängigen Putzmörteln ist schon so alt wie die Baugeschichte selbst und auch heute in der modernen Baugeschichte nicht mehr wegzudenken, trotz vieler anderer Fassaden-Gestaltungsmöglichkeiten, wird oft und gerne auf die alte Technik des "Verputzens" zurückgegriffen.

Welche verschiedenen Arten von Fassadenputz gibt es?

Mineralische Putze

Bestandteile

Mineralische Putze enthalten mineralische Bindemittel wie

  • Baukalk
  • Kalk-Zement-Gemisch
  • Gips
  • Zement

weiter gibt es mineralische Zusätze wie

  • Sand
  • Granulat.

Verwendung für mineralische Putze

  • im Außen- sowie im Innenbereich verwendbar
  • als Unter- und Oberputz

Wie wird ein mineralischer Putz angewendet?

Mineralische Putze werden immer in trockener Form gekauft. Nach Hinzufügen von Wasser entsteht dann ein verarbeitungsferiger Putzmörtel.

Nicht mineralische Putze (Kunstharzputze)

Bestandteile

Nicht mineralische Putze enthalten organische Bindemittel wie z.Bsp. Kunstharze.

Verwendung für Kunstharzputze

  • im Außen- und Innenbereich
  • nur als Oberputz

Wie wird ein Kunstharzputz angewendet?

Ein Kunstharzputz wird verarbeitungsferig gekauft, er muss vor dem Auftragen nur noch durchgerührt werden


Strukturputze

Welche Arten von Strukturputzen gibt es?

  • Reibeputz
  • Scheibenputz
  • Modellierputz
  • Münchner Rauhputz

Bestandteile

  • Rundkorn

Verwendung für Strukturputze

  • im Innen- und Außenberech verwendbar

Wie wird ein Strukturputz angewendet?

Durch das enthaltene Rundkorn entstehen bei der Anwendung (Reibung) die typische Struktur. Je nach Art des Putzes ist die Anwendung unterschiedlich. Der Scheibenputz z.Bsp. zeichnet sich durch seine besonders feine Struktur aus. Modellierputze zeichnen sich durch ihre besonders plastischen Eigenschaften aus. Die Struktur wird nach dem Auftragen des Putzes auf die Wand mit einer Spachtel oder ähnlichem eingearbeitet. Der Münchner Rauhputz wird auch als Rillen- oder Wurmputz bezeichnet. Er ist ein sehr dünner Putz. Die Struktur erhält man hier durch Reiben mit einem Kunststoff-Reibebrett. Die Körner werden hierbei auf dem Untergrund gerieben und lassen die bekannten "Riefen" entstehen.

Fazit zu Putzfassaden

Die regelmäßige Pflege und Reinigung ist wichtig um Schäden an der Hausfassade zu umgehen. Sollte es doch einmal zu spät sein, können Sie kleinere Mängel selbst beseitigen, bei größeren, komplexen Schäden ist es jedoch ratsam, einen Experten zu Hilfe zu holen.